Sexta-feira, 6 de Abril de 2012

Der Fallende Christus

 

 

             

 

 

 

Der Baumeister, etwas besoffen wie immer, zeigte die Reihe von Gebäude die er errichtet hat und sagte: “Juchhe! Juchhe! Das ist meine Strasse, vorläufig die längste von Vila Nova de Cacela. Er verkaufte die Wohnungen seiner dreistöckigen Häuser, ein Gelbes, ein Weißes und ein Tiefblaues und wollte dem Kurt Lang eine Wohnung des blauen Haus, dass von den Einwohnern schon als “o azulão” genannt wurde, verkaufen.  Nirgends in der Welt, sagte Jonas, der Baumeister, gibt es so ein blau gestrichenes Haus. Es ist ein Kunstwerk. Alles blau mit einem Strich weiß in jeder mit schwarzem Gitter versehenden Veranda. Einfache Gebäude, die trotzdem den Geist der südlichsten Region Portugals aufweisen.   

 

            - Ich habe die ganze Strasse gebaut, sagte der Baumeister seinem Kunden. Zur selben Zeit spielte der ehemaliger Finanzbeamte und jetzt Bauunternehmer mit einem goldenen Medaillon in dem das Gesicht Salazars gestochen ist.

            - Ist es aus Gold? Fragte ironisch Kurt Lang.

            - Aber natürlich, es ist ein Kunststück und ich scheue mich nicht jedem zu zeigen, sogar dem Bürgermeister von Vila Real de Santo António, der Kommunist ist und die Faschisten hasst.

            Jonas, der Bauunternehmer, war die wichtigste Person dieser Ortschaft dass die Portugiesen Vila nennen und ist weder Dorf noch Stadt, hauptsächlich weiße Häusern zwischen einem Marktplatz, eine Eisenbahnstation und eine Poststelle. Neubauten die einigen älteren Häuser verstecken, einschließlich eines alten Kino, der seit Jahre keine Hollywood Filme zeigt.

            Jonas, wenn er nicht baut oder nicht trinkt, macht Kindern in seine Gefährtin, eine Frau aus den Inseln Cabo Verde, so schlank wie schön braun. Er teilte sein Leben mit der Schlanke aber ab und zu musste Sie zur Schwester in Lissabon fliehen, da Jonas Ihr zu viel dresche gab. Eigentlich mischte er Sex mit Dresche zusammen mit Whisky und alles mit Liebe.

            Jonas sah sich selbst als Besitzer der Hauptstrasse von Vila Nova de Cacela, obwohl er da nichts mehr als eine Parterrewohnung besitzen wird, nachdem alle anderen verkauft sind.

            Das Vermögen Jonas ist nicht weiter als eine Folge der Revolution des 25. April 1974. Das ganze Unternehmen gehörte dem Benjamin, der Marokkaner, so genannt weil er in Marokko zu Geld gekommen ist und in den Bauunternehmen von Cacela investiert hat. Aber, als die revolutionären Zustände den Eindruck gaben dass alles verstaatlicht wird und eine linke Diktatur in Portugal kommen wird, floh Benjamin sofort nach Casablanca und ließ sein Unternehmen. Jonas, der Finanzbeamte und Buchhalter Benjamins, führte es weiter und kaufte sogar sehr billig alles, fertigte die Gebäude und fing an die Wohnungen zu verkaufen, natürlich mit Hilfe der guten Kredite der verstaatlichen Banken, die Anweisungen hatten alles zu machen damit die Privatwirtschaft weiter funktioniert.

- Über Medaillons, wofür ich eine gewisse Liebe habe, hauptsächlich für diejenigen die aus Gold gefertigt sind, – sagte Jonas mit einem Glas Whisky in der Hand – kann ich Ihnen eine Geschichte erzählen.

- Ich höre es gerne – antwortete Kurt Lang.

- Es war während der Karwoche; besser gesagt am Gründonnerstag, als ich das Traggerüst oder Paso, wie die Sevillaner es nennen, gesehen habe. Dieser Paso trug eine reiche und kunstvolle Holzstatue des „Fallenden Vater Jesus, der Sohn des Zimmermann“ auch „Unser Vater der drei Fälle und der Guten Räuber“ genannt in der Prozession der entsprechende Cofradia (Bruderschaft) in Sevilla. Der Christus auf dem schweren Traggerüst hatte eine lange Schnur vom Hals herunter und kniete fallend unter dem Gewicht des Kreuzes. Das Gerüst war mit einem schwarzen Seidengewand nach unten gedeckt, so dass man die vielen Träger (Costaleros), auf deren Rücken und Köpfe die enorme Last des Gerüsts getragen wurde, nicht sehen könnte.

Vor der Prozession schreiten die sogenannten Nazarenos, mit langen schwarzen Mänteln und Kapuzen, die nur die Augen freilassen, und die Penitentes, "Büßer", mit Kreuzen auf ihren Schultern, her.

 

           Die Kunstvolle Schönheit und das tragische Leiden des Gesichts des Christus war nicht was ich bewundert habe, obwohl ich gedacht habe, wenn er so war, dann ist es kein Wunder dass Magdalena und Veronica Ihm wirklich als Mensch geliebt haben. Die zwei Frauen kamen hinterher in einem Gerüst unter einem Goldenen Baldachin. Die Veronica mit einem Tuch um das Blut des Christus zu entfernen. Beide weinenden und strahlenden Schönheiten aus Holz mit einem Firnis der die Tränen spiegelten.

Nein! Nein! Ich bewunderte nicht die Statuen der biblischen Figuren.  Als ich es sah, meine Lippen sagten sofort: hoho! Aha! Ganz baff bin ich geworden. Ein Wunder ist geschehen. Aus einer der vier Armleuchten des Gerüsts hang ein goldenes Medaillon. Es scheint wie eine kleine Sonne, ganz gewiss aus Gold. Ja! Spanisches hochkarätiges Gold. Die goldene Kette ließ das Medaillon bis zum Seidengewand des Gerüsts strahlen. Ich sagte zu mir, ich muss das Ding erhaschen. O Jesus Domine oder Gottes Teufel. Ach! Wie ich möchte auch eine Kapuze und einen Mantel eines Nazareno tragen. So konnte ich niemals erkannt werden.

Ich folgte die Prozession durch die lange Strecke des Martirium Christus, wie sich die Kirche in Sevilla vorstellte. Ich bin gelaufen und betete immer lauter damit man mich als einen wirklichen Gläubiger sieht und durchlässt. Zu erst ist die Prozession die Calle Rosário nach oben gelaufen und dann die Calle Villegas und durch die Plaza de Villasis und Plaza del Duque und mehrere Strassen noch, dessen Namen mir nicht bekannt waren, bis wir an die Kirche von Luchana in der Morgenfrühe angekommen sind. Ich weiß nicht wie viele Stunden bin ich gelaufen, weil die Sonne des Medaillons bereits über meinem orbitofrontalen Kortex verfügte. Nichts wusste ich mehr, nicht mal die Zeit. Ich wollte nur in die Kirche rein und warten bis alle Menschen nach Hause gegangen sind und ich das Ding, die Sonne, erhaschen kann.

Jonas erzählte seine Geschichte langsam und, ab und zu, musste er sein Hals mit einem Scotch nass machen.

Für die Costaleros war es eine wirkliche Strapaze der Eintritt des Gerüsts in der Kirche. Die Dornenkrone des Christus Kopf war höher als die Tür, man musste das Gerüst etwas neigen damit alles rein kommen könnte. Der Dirigent der Costaleros klopfte die Anweisungen dauernd in das Gerüst und wurde entsprechend gefolgt. Die harte Arbeit ist getan und die zwei Gerüste der Prozession fanden ihre Plätze in der Kirche. Aus Trauer, wegen des Sterbens des Erlösers, bedeckte man beide Statuen mit einem schwarzen Gewand. Die Kapuzenträger und die Büßer knieten und betend machten sie mehrere runden um diesen fallenden Christus. Die Laien hinterher machten dasselbe. Ich kniete und versuchte vorwärts zu kommen und am Seidengewand wo ich weinend laut betete. Nie habe ich die Passion oder das Leiden Christus so gespürt. Ich weinte weil ich nicht wusste ob meine Sohne, mein goldenes Medaillon,  noch da war, nachdem man das schwarze Tuch über die ganze biblische Szene gelegt hat. Es war eine zweite via sacra nach der Prozession. Ich kam bis zu der Armleuchte und kniend ließ ich mein weinenden Kopf bis zum Boden fallen und tastete das Gewand. Tatsächlich, das Medaillon war da, mein Herz klopfte wie nie bevor, und meine Lippen sagten betend „Heiliger Christus der Konversion des guten Räuber und Vater Jesus lass mich diesen Medaillon ergattern und ich wiederholte die Wörter des guten Räubers dass ich in meiner Kindheit auswendig gelernt habe und sagte laut: „Herr, gedenke meiner, wenn Du in dein Reich kommst!

Meine Stirn ging runter bist zum Boden und ich betete wie ein Muslime aber meine linke Hand versuchte den Medaillon aus der Kette zu reißen. Es ging nicht sofort. Ich weinte laut und sagte oh weh! Potztausend! Sackerlot! Und auf Französisch: Sacré nom de Dieu! Dann versuchte ich mit beiden Händen diesen Potzmedaillon zu bearbeiten. Damit machte ich so als benutze das seidene Gewand um meine Tränen zu wischen und handlich habe ich es geschafft. Die Kette wurde gebrochen und Medaillons mit Kette waren in meine Hand.

Ich, anstatt zu weinen, sagte leise: oh! Jauch! Juchhe! Heisa! Halleluja! Halleluja! Das Medaillon habe ich sofort zu meiner Brust unter mein Hemd gebracht. Kniend versuchte ich aus dem Gerüst weg; immer langsam und bettend. Einige Meter weiter stand ich auf und ging raus aus der Kirche. Getrübt fand ich mich draußen ohne zu wissen wo ich war. Ich brauchte einige Minuten um zu wissen dass ich in Sevilla war und mein Wagen ist weit davon geparkt. Ich bin fast eine halbe Stunde bis zum Wagen gelaufen und meine Augen konnten niemand ins Gesicht blicken.

Endlich habe ich das Auto gefunden und sofort ging ich durch die Autobahn nach Huelva, Ayamonte und durch die Grenzbrücke am Guadiana bis Vila Nova de Cacela. Ich glaubte dass alle Scheinwerfer hinter mir Autos wären die mein Raub bestraffen wollten.

Aber Nein! Ich kam zufrieden an meine Wohnung und erschöpft legte ich mich ins Bett. Das Medaillon steckte ich in eine Schubladen und sah nur dass er scheint wie eine kleine Sonne. Sofort schlief ich wie ein Heiliger.

- Haben Sie nicht diese Tat bereut? Ihre Seele oder Gehirn sagte ihnen nicht etwas dagegen? – fragte Lang.

- Nein oder noch nicht. Am nächsten Morgen, als ich aufstand, habe ich mich noch nicht um das Medaillon gekümmert. Habe mich gewaschen und mein Kaffee getrunken. Nachher habe ich das Medaillon beobachtet. Ich war erstaunt, es war aus Gold und schwer. Meine Güte, sagte ich, die Kerle haben wieder gold in den Kirchen. Es ist nicht mehr wie in der Zeit des Bürgerkriegs und nachher wenn Spanien kein Gold und keine Mittel hatte. Tatsächlich musste dieses Medaillon aus einem speziellen Gold gefertigt sein, es leuchtet wie eine goldene Lampe. Trotzdem verlor ich das Interesse in das Medaillon. Eigentlich, wollte ich nicht das Ding besitzen, mir ging es um den Modus operandi des ganzen Abenteuers und nicht um Gold.

- Ah! Aha! – sagte Lang – dann haben Sie das Medaillon zurückgegeben. Ich glaube nicht dass es noch in ihrem Besitztum ist.

- Klar! Natürlich! Ich wollte es aber nur beim Ausbruch des dritten Tages als Jesus stand von den Toten auf und ging glorreich aus dem Graben hervor. Eigentlich mein Gedanke war die frommen Frauen Jesus zu ehren. Ich wollte Maria Magdalena, Marta und Veronica in Gedanken das Medaillon schenken.

In der Morgenfrühe des Sonntags ging ich hin und versuchte kniend und betend voran zu kommen. Ich hörte die nazarenos über den Raub sprechen; einer mit einem Gesicht eines Faschisten und sehr kurze Haare und einen schwarzen Hemd sagte dass es war ein Werk der Kommunisten oder Sozialisten. Ich betete nur und sagte einen Padre Nuestro nach dem anderen und kam langsam an dem Gerüst. Das Seidengewand deckte die ganze Statue. Ich versuchte wieder meine Tränen an diesem Gewand zu trocken und plötzlich legte ich das Medaillon mit der gebrochenen Kette rund um den unteren Teil der Armleuchte und ging sofort raus.

Erschöpft setze ich mich in eine Kirchenbank und wartete bis die Sonne ganz Andalusien mit seinen goldenen Strahlen deckt. 

 

Das Parfüm der Orangenbäume Sevillas füllte mich vor Freude. Ich wollte das Gedicht Los Botones de Azahar des Gustav Beckers rezitieren und anstatt zu beten, sagte ich La Primavera ha venido, nadie sabe como ha sido, der Frühling ist gekommen und niemand weiß wie ist es gewesen“.

Inzwischen sah ich das Gerüst der Marta, Maria Magdalena und Veronica, die schönen und frommen Geliebten des Gottessohns. Wunderschöne Gesichter. Jetzt unterm Sonnenlicht das Wasser der Tränen war wie ein Spiegel der Freude und ohne zu wissen rezitierte ich wieder den Becquer und sagte sehr laut: Mujer!...Mujer! Óyeme.... óyeme y acércate para oírme, que yo besaré tus pies mientras tiemblo al copiar tu imagen en el fondo sombrio de mis ondas! Mujer! … Óyeme, que mis murmurios son palabras ( Frau, Frau, höre mich...höre und komm näher um mich zu hören. Ich werde deine Füße küssen und zitternd werde ich dein Bild in die dunkle Tiefe meiner Netzhaut kopieren! Frau!... höre mich, mein Murmeln sind Wörter).

Irgendwie ist für mich Sex und Gott eine einzige Realität. Ich kann nicht eine Kirche ohne Sex verstehen. Man spricht über die Liebe in der Kirche und sagt nichts über Sex, aber Sex ist doch Liebe. Ich muss eine Frau lieben um zu ficken. Ich muss alle Teile eines Frauenkörper lieben um wirklich ihr etwas zu geben dass von mir kommt.

Als ich in meinen Gedanken versunken war hörte ich plötzlich von vielen Stimmen das Wort milagro, milagro, milagro.... (Wunder! Wunder!...).  Die Nazarenos und Büßer sagten es laut und machten das Kreuzzeichnen immer wieder. Einige gingen mit der Stirn bis zum Boden. Ich fragte mich selbst, wie können diese Leute so fromm sein und immer links wählen. Ja! In Andalusien regieren die Sozis seit etliche Jahre oder seitdem die Demokratie in Spanien eingeführt wurde.

- Ja! Mein guter Lang! Ich war ein Werkzeug Gottes oder Jesus und habe da ein Scherz eingerichtet. Ich war die Hand himmlischen Humors. Glauben Sie nicht dass Gott auch über uns lachen möchte. Natürlich, wenn nicht im Himmel, dann in unseren Gehirne. Meiner Meinung nach, Gott ist ein Wesen unseres Gehirns, seine Residenz ist unser orbitofrontaler Kortex.

- Als ich nach Hause fuhr, hörte ich im Radio-Olé die Nachricht des milagro und man meinte es ist ein Zeichen dass die Zukunft Andalusiens prächtig und glücklich wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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O Milagre de Jesus Caído

 

    O construtor civil, um pouco bêbedo como de costume, contemplou mais uma vez a sua obra, a Rua de Vila Nova, os seus prédios de terceiro e quarto andar, um azul, um branco, outro beige. Casas simples de platibanda a esconder o último piso recuado por causa da cércea e dos untados fiscais camarários.

            - Fiz tudo isto – diz ao seu cliente Lang, que o acompanhava, sorridente, meio irónico, enquanto brincava com o medalhão dourado ostentando a efígie de Salazar. Jonas, o construtor, sabia que Lang não gostava de ditadores, por isso exibia-lhe sempre o medalhão.

            - É de ouro? Perguntou Lang.

            - Claro que sim, é uma preciosidade e olhe que até ao presidente da Câmara que é comuna o mostro.

            Todos o conheciam pelo construtor, ou Jonas, instalado aparentemente na vila que não é vila nem nada, muito branca e algarvia, cada vez mais cimento, paredes estreitas, tinta e alumínio. Quando não bebia, nem construía, o que deixou de fazer há alguns anos, Jonas fazia filhos à esguia cabo-verdiana com quem partilhava a sua vida, salvo nos intervalos em que esta se escapulia para Lisboa, para casa da irmã, cansada das sovas que o construtor lhe aplicava.

            Para Jonas, mais do que para os outros habitantes da vila, aquilo era a sua Rua, apesar não ter mais do que um apartamento como o resto dos condóminos dos diferentes prédios erguidos pelo construtor. A fortuna do Jonas foi uma consequência do 25 de Abril, naturalmente aliada à visão inicial e depois cobardia do "marroquino", o Benjamim, que fez uns dinheiros no Marrocos para investir ali na Vila Nova e fugir depois para o continente africano quando as circunstâncias políticas deram-lhe a impressão que aquele empreendimento ia por água abaixo. O Jonas, então funcionário de finanças e contabilista nas horas vagas, acabou por tomar conta de tudo, continuar a obra, vender os apartamentos, pagar os empréstimos bancários e auferir de lucros apreciáveis.

            - A propósito de medalhões, pelos quais tenho uma quase paixão, principalmente pelos dourados, vou contar-lhe a história de que fui protagonista quase involuntário, pelo menos no aspecto final da mesma – disse ainda Jonas no meio de uns copos bem cheios de whisky.

            - Foi numa quinta-feira Santa, quando vi o andor do Padre Jesus Caído, também conhecido por Nosso Padre Jesus das Três Quedas, coberto por um imenso pálio sustido por varas douradas, na procissão da respetiva irmandade em Sevilha, a sair da Igreja. Paramentado de negro, com uma corda ao pescoço que enrolava também a cintura, ia o Cristo caído sob o peso da cruz. Não foi isso que me fascinou, foi o brilho ofuscante dum medalhão dourado que pendia do rico candelabro colocados à direita do Cristo e que chegava à bordadura do pesado pálio. Estava ali mesmo à mão de semear. Preguei-me ao dossel do andor e percorri todo o longo caminho do martírio do Redentor na capital gatidana. Eu não queria, mas a minha mão mexia, estava como que apontada ao medalhão, o maior que nas circunstâncias eu alguma vez vira; o gigante de luz que baloiçava sob os movimentos ondulantes dos costaleros quando erguiam o andor e faziam-no deslocar para a frente por mais uns metros. Como eu desejava ter um capuz de nazareno ali por cima da minha cabeça e uma daquelas vestimentas negras. Sim, pelos olhos ninguém seria capaz de me reconhecer. Nunca mais acabava aquela procissão. Subimos a encosta do Rosário, descemos a Villegas, passámos pela Plaza de Villasis, Plaza del Duque até entrarmos por fim no átrio da Igreja, em Luchana. A madrugada ia adiantada e eu cada vez mais fascinado por aquele medalhão que já pouca luz tinha para reflectir, mas continuava como uma espécie de sol para mim.


            Jonas, engolia em seco e para lubrificar a garganta ia engorgitando mais um escocês, enquanto Lang, sério, acompanhava a história com todo o interesse de alguém que vê no sul da Península algo de fascinantemente narrável.

            - Foi uma trabalheira, a entrada do andor na Igreja, teve de ser inclinado, os varões dourados do pálio ultrapassavam a altura do umbral do imenso portão da Igreja. Os espinhos dourados da cabeça do Cristo roçaram a porta e parece que iam cair, mas não, tudo se recompôs e o Pálio foi para uma das naves do templo. Cobriram-no todo com um pano negro, o medalhão ficou lá tapado, não o tiraram do sítio, como eu temia. Depois, os encarapuçados de negro rodearam o andor, benzendo-se e ajoelhando para rezar. Os paisanos, como eu, atrás faziam o mesmo. Davam toda uma volta ao pálio para fazer o sinal da cruz; seguiu-os naquela via-sacra e postei-me ali ao pé do candelabro da direita. Ajoelhei, abri os braços para o alto e depois curvei-me para o chão, juntando as mãos numa prece fervorosa e dizia para comigo: Santíssimo Cristo da Conversão do Bom Ladrão e Padre Jesus Caído das Três Quedas deixai-me tirar o medalhão.

            Parece que fui ouvido; de joelhos comecei a avançar em direcção à seda do dossel e cheguei bem junto ao paramento negro que cobria o candelabro da direita, inclinei-me para o chão, toquei mesmo com a testa no chão, abri os olhos e vi até onde ia o medalhão por baixo do trapo negro. É só um palmo do chão, observei para os meus botões, abri os braços e em pleno transe espiritual chorei pelo sacrifício do Cristo Caído, a minha cabeça já estava junto ao pano, enquanto a mão por baixo puxava o medalhão. Fiz força e o metal não cedeu, puxei mais uma vez, nada, olhei para trás, ninguém parecia prestar a mais pequena atenção à minha pessoa, atrás de mim um careca fechava os olhos em pranto oratório, enquanto eu procurava enxugar as minhas lágrimas no pano negro, as duas mãos já por detrás fingiam encostá-lo à minha cara para logo de seguir agarrarem o medalhão, partirem o cordão e vitoriosamente levar a desejada peça ao bolso das calças. Voltei a inclinar a testa quase até ao chão, quando juntava as mãos em oração de graças. Aleluia, aleluia, dizia o meu coração rejubilante, já cá canta o medalhão.

            Lang ainda perguntou ao Jonas se não sentia que estava a pecar, a roubar na Casa do Senhor.

- Não, porque o Cristo era também o do Bom Ladrão, segundo o próprio nome da Confraria que o albergava. Mas depois comecei a sentir a consciência a reclamar o seu tributo.

            - Aqui em Vila Nova é que me atrevi a olhar pela primeira vez para o medalhão. Tinha saído à pressa da Igreja e quase a correr percorri o longo caminho até ao local em que tinha deixado o carro. Depois foi carregar no acelerador pela auto-estrada até Huelva e daí à Ponte e à Via do Infante. Parece que sentia sempre alguém a perseguir-me, julgava ver nos faróis dos carros que vinham atrás algozes implacáveis que queriam vingar o insulto feito ao Senhor Jesus Caído, também das Três Quedas.

            - Era já alta madrugada quando cheguei a casa, olhei para o medalhão, sorri para comigo mesmo, e coloquei-o na gaveta da mesa-de-cabeceira. Deitei-me extenuado. Adormeci logo como um santo, sem peso de consciência.

            - Mas no dia seguinte, sentiu alguma coisa a roer a alma, ou a mente? Perguntou Lang.

            - Ainda não, acordei de manhã sem pensar no que tinha feito. Quando acabei de tomar o café é que resolvi olhar para o medalhão. Pelo peso pareceu-me ser mesmo de ouro. Ah – pensei para comigo – os gajos já têm de novo ouro nas Igrejas. Vão longe os tempos da guerra civil e da miséria franquista, possa. Mas, o medalhão brilhava de uma forma invulgar, coloquei-o no escuro e continuava a brilhar. Mas não era fosforescente, não, aquilo era um ouro especial a brilhar. Nunca pensei no eventual valor do medalhão, o que interessava não era a peça, mas sim o modo como o obtive. Sim, terminado o "modus operandi", esgotou-se a graça do medalhão.

            - Ah, então acabou por ir devolvê-lo. Não acredito que ainda esteja na sua posse, disse-lhe Lang.

            - Claro, deixei passar a Sexta-feira e o Sábado. Na madrugada de Domingo fui lá. Rastejei, ajoelhei e dei não sei quantas voltas ao andor ainda coberto pelo imenso pálio.. Ouvi os nazarenos falarem do roubo do medalhão, um deles contava que era a única peça de valor. Havia quem chorasse o insulto. Palavras raivosas, pronunciadas com grande rapidez no castelhano andaluz, quase sem deixar ouvir as consoantes. Também chorei e aproximei-me do dossel de seda, já ninguém prestava atenção, todos se preparavam para festejar a Ressurreição da Carne logo que o sol despontasse. Não quis estragar a festa e num ápice coloquei o medalhão junto ao candelabro e não fugi. Afastei-me um pouco e caí numa das cadeiras da Igreja, esgotado por tanta comoção e pelo adiantado da hora que a madrugada estava a terminar.

            O Domingo nasceu com sol e aquele inesquecível perfume dos botões de laranjeira a florir, os botones de azahar cantados pelo tão sevilhano poeta Gustavo Becquer. La Primavera ha venido, nadie sabe cómo ha sido, dei comigo a citar o poeta com alegria.

            Quando os descarapuçados levantaram o paramento negro, que por debaixo do pálio cobria o Cristo, viram logo ali o medalhão. Milagro, milagro, berravam todos bem alto; persignavam-se vezes sem conta, fazendo os três sinais da cruz cada vez com mais rapidez e batiam com o polegar no peito sempre com mais força. É impressionante a fé daquela gente que, apesar disso, vota sempre à esquerda.

            - E fui eu o autor do milagre. Sabe, amigo Lang, à tarde, quando regressei a Vila Nova, ouvi o relato entusiástico do milagre na rádio. Todas as estações andaluzas noticiavam o evento, o milagre da conversão do bom ladrão, premonitório das muitas felicidades que o poder divino iria derramar na Andaluzia.

            - Sim, pelos vistos, eu fui um instrumento de Deus, ou de Jesus Caído, para pregar uma partidinha aos seus prosélitos. Nunca lhe disseram que também há um humor Divino? Pois há, há!. 

 

An den Prozessionen nehmen einige hundert Personen teil, die jeweils der Bruderschaft einer Kirchengemeinde angehören. Vorneweg werden die „Pasos“ getragen, grosse Ikonen und Marienstatuen. Die prachtvollen Pasos wiegen zum Teil über 3.000 kg, die die Costaleros, die Träger,  während der bis zu 8 Stunden dauernden Prozession auf ihren Schultern tragen müssen. Ihnen folgen die Begleiter, die man in Spanien Nazarenos nennt. Übersetzt bedeutet dies Büßer. Aufgrund ihrer besonderen Tracht, den langen Büßergewändern und den Spitzhauben, sind sie das Sinnbild der Osterprozessionen.  Leider fühlen sich viele bei ihrem Anblick an den Klu Klux Clan erinnert, aber es sei hier noch mal gesagt, dass dies nichts miteinander zu tun hat. Die Prozession folgt einem vorgegebenen Weg, ausgehend von der Kirche der jeweiligen Bruderschaft und während dieser Prozession erfüllt sich der Bußakt der Gläubigen. Während die Bruderschaften durch die Strassen ziehen säumen tausende Gläubige und Schaulustige ihren Weg.

 

Der Ursprung der Semana Santa

 

Seinen Ursprung haben die Prozessionen in Sevilla, die auch heute noch zu den schönsten und eindrucksvollsten Prozessionen im ganzen Land gehören. Die ersten Bruderschaften, die Hermandades, bildeten sich hier im 14. Jahrhundert und sie führten die ersten Prozessionen durch, bei denen sich die Gläubigen geißelten um für ihre Sünden zu büßen. Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich die Kirche intensiv für die Wahrung christlicher Bräuche ein und wahrte so die Traditionen der Semana Santa.  Nachdem auch die Städte erkannten dass die Semana Santa sich zu einer beliebten Touristenattraktion entwickelt hat wurden die Bruderschaften gezielt gefördert. In den letzten Jahren erlaubten sogar einige Bruderschaften Frauen die Teilnahme an den Prozessionen.

 

 

 

 

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