Sábado, 5 de Setembro de 2009

Dieter Dellinger: Der Tod im Bus

 

    

     

 

 

 

             Hier unten ist alles voll, - sagte der Busfahrer -  Sie müssen nach oben klettern, auf dem Dach ist Platz genug.

            Der Bäcker Sebastião machte eine Grimasse der Unzufriedenheit und sagte “verdammte Scheisse, jetzt im Winter auf dem Dach fahren und durch eine Strasse mit tausend Kurven”.

            Obwohl der Winter im Süden Portugals nicht besonders kalt ist, es regnet ab und zu, die Reise auf dem Dach des Busses musste eine ungemütliche Strapaze sein. Die Strasse von Vila Real de Santo António, am Fluss Guadiana, bis Beja ist schrecklich wegen der vielen Kurven entlang der Cumeadas, die typische portugiesische Berglandschaft. Man wird schwindlig. “Hoffentlich”, dachte Sebastião als er die kleine Leiter kletterte, “werden da unten Plätze frei bevor ich in Beja ankomme. Es ist durchaus möglich dass hier Leute von Alcoutim, oder sogar Odeleite und vielleicht näher noch, Azinhal, fahren.  Ja! das wäre ein Glück”.

            Unzufrieden und ärgerlich, versuchte Sebastião einen Platz auf dem Busdach zu finden. Er wusste nicht ob er liegen soll oder sitzen und wie könnte er nicht rutschen. Am Rande waren ja Haltestangen, die eine musste er fest angreifen. Bevor er die richtige Lösung fand um so sicher wie möglich zu fahren, ging der Bus los.

            Am Anfang war die Strasse ziemlich gerade. Kein Problem. Mit der einen Hand  Sebastião hielt die Stange fest und mit der anderen seinen Klamottensack. Er hat nämlich während zwei Wochen in der Bäckerei von Vila Real gearbeitet um einen kranken Bäcker zu ersetzen. Die Bäckerei gehört demselben Besitzer derjenige in Beja wo er immer tätig ist. Beide haben denselben Namen, bzw. "A Padeira de Aljubarrota".

          In dem Portugal der fünfziger Jahre gab es weder Autobahnen noch gute Strassen.

            Die erste Haltestelle war Azinhal. Sebastião schaute nach unten um zu sehen ob jemand raus geht. Tatsächlich, zwei Männer gingen aus dem Bus raus, aber sofort kamen zwei Frauen, eine jüngere Schwanger und eine ältere, vielleicht die Mutter. Sebastião machte weitere Grimassen und sagte für sich, “O!  Scheisse, Scheisse, ich  kann nicht verlangen dass die zwei Weiber hier nach oben klettern und Plätze wie meiner finden.

            Der Bus fährt weiter. Sebastião sah plötzlich etwas was er nicht vorher gemerkt hat. Eine Plane die irgendetwas deckt. Neugierig rutsche Sebastião bis zur Plane und hebt sie etwas. “Was ist das?” – fragt er sich selber. “Was?” – Hoho! Aha! Ein Sarg, es darf doch nicht wahr sein. Dieser Bus ist doch nicht ein Leichenwagen” – dachte Sebastião. Er tastet den großen schwarzen Sarg und dachte wieder: “Hm! hm! hm! nana! Tatsächlich, es ist ein Sarg. Ist da jemand drin? He! Pst! Und klopfte am Sarg. Natürlich, wer drin ist kann wohl nicht antworten. Ah! Aha! Juchhe! Juchhe! Man kann es aufmachen, der Schlüssel ist hier am Schloss”. Sebastião versuchte den Deckel des Sargs ein bisschen zu heben, er war ängstlich. Es könnte einen Körper da sein. Wegen einer Kurve rutsche er zur Seite und hätte fast aus dem Busdach geflohen. Die Stange hielt hin fest. Er versuchte weiter und fand dass der Deckel sich nicht öffnen lies. Zwei Seilen hielten den Sarg am Platz und ließen den Deckel nicht aufmachen.

            Es fing an zu regen, am Anfang nur einige Tropfen, aber langsam wurde es heftig und Sebastião ganz nass. Er versuchte die Plane zu sich zu ziehen aber die war fest geklemmt an die Seitenstange. “Verflucht sagt er. Brr! Ich werde nass und es wird kalt, die Scheissplane bewegt sich nicht. Versuchen wir den Deckel des Sargs zu öffnen. Ja, es geht wenn ich die beiden Seile schiebe, dann kann ich den Deckel heben und die Seile unter den Deckel am Sarg klemmen.

            Sebastião gelingt es die komplizierte Handlung, trotz der Strassen Kurven. Er hielt den Sarg fest mit den Seilen schräg unter dem Deckel und konnte endlich seine Neugier tilgen. Es war niemand im Sarg. Aha! Ja! sagte er, es ist neu, der Gestorbene wartet auf diese Kiste. Aber es regnet weiter und Sebastião entschloss sich aus dem Sarg einen Schutzplatz zu machen und ging rein. “Es ist gepolstert”, sagte er für sich, “und einen Kopfkissen ist vorhanden, der Gestorbene wird seine letzte Reise sehr komfortabel machen. Hm! Hm! So ist die Sache also, so geht man für immer weg”. Als er im Sarg lag, fing es wirklich zu gießen, er machte den Deckel zu, aber langsam und versuchte immer wieder auf zumachen, er wollte nicht dass der Schloss sich klemmt und er nicht raus kommen könnte. Kein Problem, er konnte den Deckel leicht öffnen.

            Sebastião schläft ein bisschen im Sarg und merkte nicht dass in Odeleite ein Mann stieg auch ins Dach des Busses. Dieser fuhr weiter mit einem Riesen Geräusch des alten Dieselmotors.

            Nach einer Weile, Sebastião erweckte und machte den Deckel auf um zu sehen ob es noch regnet. Er streckte die Hand raus und sah den neuen Passagier auf dem Dach des Busses. Um den Mann nicht zu erschrecken, fragte Sebastião, regnet es noch? Der Mann wusste nicht was er sah, er war so erschrocken dass er vom Busdach fiel und starb sofort als sein Kopf gegen einen Stein prallte. Man legte sein Körper im Sarg und Sebastião musste die Reise weiter noch nasser als vorher machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

publicado por DD às 23:31
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1 comentário:
De Carl Corssen a 13 de Julho de 2008 às 20:06
Sehr gut. Eine gut geschriebene Kurzgeschichte mit alles was ein Stück Literatur haben soll.

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